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An
einem Sonntagnachmittag im Herbst gingen meine Familie
und ich das erste Mal mit dem Alpenverein im Klosterwald
in Heilsbronn auf eine Schnitzeljagd. Zuerst machten
wir ein Kennenlernspiel. Als sich jeder vorgestellt
hatte, kannten wir uns so einigermaßen.
Zunächst
teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Meine Familie
gehörte zur ersten Gruppe. Die Gruppenleiterin Christine
erklärte uns: "Ihr müsst ab und zu Pfeile aus Stöcken
legen und mit dem Fuß ins Laub Markierungen kratzen.
Manchmal gebe ich einem Kind einen Zettel mit einer
Aufgabe drauf. Derjenige hängt ihn dann an einen Baum.
Die zweite Gruppe muss die Aufgaben lösen."
Nun
konnte die Schnitzeljagd beginnen. Wir nahmen die
holprigsten Wege, gingen kreuz und quer durch den
Wald und durchquerten sogar einen Bach. Als wir zu
einem Bahnübergang kamen, waren die Schranken verschlossen.
Am Rand stand eine Art Notrufsäule, an der ein Hebel
befestigt war. Die Leiterin zog an dem Hebel und sprach
hinein: "Bitte Schranke öffnen!" Die Schranken gingen
auf und wir rannten hinüber. Als alle drüben waren
schlossen sich die Schranken wieder.
Plötzlich
begann ein heftiger Sturm. Wir hörten Bäume krachen
und sahen einen Baum auf der Straße liegen. Als der
Sturm noch tüchtiger wurde, schrie Michael: "Alle
an einen großen Baum stellen!" Ein Junge weinte vor
Angst und mir wurde auch ganz mulmig. Die Gruppenleiterin
sprach verzweifelt: "Wir müssen die Schnitzeljagd
abbrechen." Sobald der Orkan etwas nachließ rannten
wir zum nächsten großen Baum und suchten Schutz darunter.
Am
Rückweg trafen wir zum Glück die zweite Gruppe und
gingen anschließend alle gemeinsam in eine Pizzeria.
Geschrieben
im Oktober 2002 von Johannes Kempf, 10 Jahre alt!
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