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DAV  Ansbach  -  Familiengruppe

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Gourmet-Wochen im Hotel Ramshalde Der "drufzigste"-Hüttenaufenthalt der Familiengruppe im Schwarzwald

So haben wir uns das alle vorgestellt: Nach den fetten Weihnachtsfeiertagen eine Woche in den Schwarzwald und bei spartanischer Hüttenkost die angefutterten Kilos spielend wieder loswerden. Die Bewegung und die frische Luft werden ihren Anteil dazu beitragen. Aber es sollte ganz anders kommen. Doch dazu später mehr.

Am 30. Dezember 2005 um 10.00 Uhr trafen sich drei Familien am Rasthof Frankenhöhe um zu ihrem X-ten Hüttenaufenthalt auf der Ramshalde zu starten. Eigentlich trafen sich ja nur zwei Familien, die Groß und die Weiss um auf die dritte Familie zu warten. Aber nach einer dreiviertel Stunde kamen die Lies dann ja auch.

Wir hatten das Lotteriespiel mit dem Wetter gewonnen: Ein halber Meter Schneehöhe im Schwarzwald und das zum Jahreswechsel, das ist gewiss nicht die Regel. Da muss man schon besonders brav gewesen sein im abgelaufenen Jahr, um mit solchen Bedigungen belohnt zu werden.

Nachdem alle (bis auf die Gesells, die erst an Silvester anreisten) da waren ging´s los. Die Autos kennen den Weg inzwischen fast auswendig, so dass die Fahrt ohne Probleme verlief. Ankunft, Gepäck hoch schleppen, Kachelofen heizen, Zimmer beziehen - das alles ist inzwischen Routine. Und schon kann zum gemütlichen Teil übergegangen werden. Und das gemütliche Beisammensein auf der Hütte wird nie zur Routine, das ist immer so schön wie beim ersten Mal. Am nächsten Tag machten die Gesells die Mannschaft komplett.

Und an diesem Abend gab es wahrlich einiges zu feiern: erstens war Silvester und zweitens wussten alle Anwesenden, dass mit dem neuen Kalenderjahr auch ein neues Lebensjahr für die Christine beginnt. So kam es, dass um 00.00 Uhr zweimal angestoßen wurde, einmal aufs neue Jahr und einmal zum Geburtstag von der Christine. Inzwischen wissen wir sogar, wie alt sie geworden ist, aber das wird hier nicht verraten. Auf jeden Fall ist sie über 30.
Nach einer kurzen Schlafphase gingen wir am nächsten Tag endlich zum aktiven Teil unseres Urlaubs über. Die Kinder waren schon ganz heiß auf Loipe und Piste und so ging jede Familie wieder ihrem Lieblingswintersport nach. Das kleine, aber sehr gut präparierte Schigebiet von Hinterzarten bot genug Abwechslung für die Alpin-Sportler und die Nordischen machten die Loipen unsicher. Schilanglauf auf der Ramshalde ist ein echter Bergsport. Viele Höhenmeter sind zu bewältigen, bergauf waren auf eisiger Loipe die Armmuskeln gefragt und bergab auf noch eisigerer Loipe Gesäßmuskeln. Grundsätzlich war am Ende jeder Bergabpassage eine Kurve und mitten in der Kurve die Loipenspur ausgelatscht, so dass oft nur die klassische Backenbremse blieb, um das höllische Tempo zu reduzieren. Aber am Abend konnten wir uns alle wieder regenerieren. Und das lag nicht zuletzt an dem hervorragenden Essen, das jeden Abend auf den Tisch kam. Ein Auszug aus der Essensliste liest sich wie die Speisekarte eines Fünfsternerestaurants:
  • Bunter Fleischtopf mit Nudeln a la Lydia
  • Jahreswechsel-Ofensuppe a la Conny
  • Leberkäse, Kartoffelklößchen mit bunten Gemüse a la Harald
  • Hähnchen-Curry-Topf mit Reis und Nudeln a la Bettina
  • Bratwürstchen mit Kraut a la Thomas
  • Spaghetti della Massaia a la Gerd
  • Kartoffel-Lauchsuppe "Eisbär" a la Christine
  • Überraschungsnachspeise a la Lydia
Dazu gab´s selbst gemachten Oma-Trink von Willi wills Wissen. Nach dem Abendessen wurden frisch gemixte Cocktails kredenzt. Edle Weine aus den exklusivsten Anbaugebieten der Welt (incl. Franken) rundeten den Genuss ab. Dass jeder von uns mit Rekordgewicht heim kam braucht bestimmt nicht extra erwähnt werden.
Was für die Alten das Essen und Trinken, war für die Jungen das Kinderabendprogramm. Und auch das konnte sich sehen lassen - jeden Abend wurde professionelle Kinderanimation in vier Akten serviert:
  1. Die Hexe (in der Hauptrolle: Harry): Die Hexe hat die Kinder möglichst oft möglichst schnell und natürlich möglichst laut durch die Räume des oberen Stockwerks gejagt. Hauptzweck der Übung war es, möglichst viel Dreck, Staub und Sägemehl (Holzwürmer) von der Decke auf die Köpfe und in die Weingläser der im Aufenthaltsraum befindlichen Papas und Mamas zu befördern. Ab dem dritten Tag war die Decke aber saubergerüttelt, so dass wir wieder stressfrei Wein trinken konnten.
  2. Der Eisbär (in der Hauptrolle: Christine): Den Eisbär von Theresa auf dem Schoß hat die Christine in bauchrednerischer Manier die Kinder mit ihren spontan erdachten Geschichten so gefesselt, dass sie noch lange nach dem Urlaub davon erzählen.
  3. Die Gutenachtmusik (Hauptdarsteller: alle Kinder): hierbei handelt es sich um eine Art Wunschkonzert wobei die Wünsche auf das Genre "Gutenachtlied" beschränkt sind (schließlich sollen die Kinder ja irgendwann mal schlafen).
  4. Versuchen einzuschlafen, was für die Kinder der schwierigste Teil des Programms war.

Anschließend begann das Abendprogramm für die Erwachsenen mit den Disziplinen Weintrinken und Knabberzeug in sich reinstopfen. Und sogar ein zünftiger Schafkopf ging zusammen.
Die Woche ging wieder mal viel zu schnell vorbei, und wie es an die Heimreise ging, fiel uns der Abschied von "unserer" Hütte schon gewaltig schwer. Aber wir kommen ja wieder, ein Teil von uns bereits an Fasching 2006. Bis dahin haben wir auch wieder ein paar Kilo abgenommen und können uns wieder auf jede Menge Sport, Spiel, Spaß und vor allem Essen und Trinken vom Feinsten freuen.