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Die Familiengruppe begrüßt
den Frühling 2006 mit zwei tollen Touren rund um Heilsbronn
Dem Osterhasen auf
der Spur
Am 2. April 2006 traf sich ein wackeres
Häufchen von Alpenvereinsfamilien am Waldspielplatz in Heilsbronn
Wir mussten uns ganz schön einmummeln, denn es war trotz
Sonnenschein lausig kalt. Aber das lässt uns im wahrsten
Sinn des Wortes kalt, wo wir doch aus Erfahrung wissen,
dass es ein super Tag werden wird - wie halt immer mit der
Familiengruppe. Zweck unseres Unternehmens war die Suche
nach einem allseits bekannten, aber doch bisher noch nie
in freier Wildbahn beobachteten Tier, das zudem (bedingt
durch einen kombinierten Sommer-Herbst-Winter-Schlaf) nur
kurze Zeit im Jahr aktiv ist. Ja... ein echter Saisonarbeiter
ist der Osterhase. Nach Informationen
der Familie Groß hat sich dieses seltene Tier just am Morgen
des 2. April in den Wäldern um Heilsbronn herumgetrieben
und statt der sonst für Hasen üblichen "Hoser-Bebberli"
bunt bemalte Osterhasen hinterlassen. Aus offiziell nicht
bestätigten Quellen verlautete gar, das Tier könne Fahrradfahren
und wäre auf einem 27-Gang Mountainbike (so ähnlich wie
dem Harry seines) unterwegs gewesen.
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Wir,
das waren die Familien Gürth, Kempf, Lies, Groß und
Gesell mit einer riesigen Kinderschar. Nach dem Start
in Heilsbronn ging es Richtung Steinbach immer schön
über Wald und Feld. Die Kinder waren richtig erfolgreiche
Eiersucher und so hatten wir auch eine kleine Wegzehrung
bis zu unserem Ziel. |
Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir
mitten im tiefsten Wald plötzlich auf eine Große steinerne
Bogenbrücke stießen, ca. 10 Meter hoch und 20 Meter breit,
die einen ganz normalen Waldweg über den Steinbach führt.
Diese wurde im Jahr 1928 von einigen Steinbacher Bauern
in Eigenregie gebaut und zeigt, dass nicht nur die "G`schtudierten"
so was zustande bringen. Nach ca. 8 Kilometern mit einem
kinderbedingten Stundenschnitt von ca. 3 km/h, fielen wir
ziemlich ausgehungert und vor allem durstig in Steinbach
in das Gasthaus Hirneiss ein. Und hier waren wir genau richtig:
hier werden die drei für uns Fresssäcke so wichtigen "G`s"
noch gepflegt "Groß-Gut-Günstig". Besonders zu empfehlen:
Karpfen gebacken und der Kinderhit "Karpfamari friti" -
das sind Tintenfischringe aus Karpfen. Nach so gutem Essen
musste natürlich noch ein zweites Weizen reingepresst werden.
Die Kinder schickten wir schon mal vor die Tür.
| Nachdem
auch wir fertig getränkt waren, mussten wir feststellen,
dass direkt vor der Kneipe ein wunderschöner Brunnen
steht, der von unseren Kindern für ausgiebige Wasserspiele
genutzt worden war. Nachdem die Kinder einigermaßen
trockengelegt waren, konnte der Heimweg in Angriff genommen
werden. Zunächst auf der gleichen Route, verfolgte ein
kleines Expeditionsteam, bestehend aus allen Kindern
und einigen Papas bei der Steinbogenbrücke den Lauf
des Steinbaches flussaufwärts. Der Bach hat sich hier
schluchtartig eingegraben und die Kinder hatten ihren
Spaß daran, sich den Flusslauf durch teilweise urwaldartiges
Gestrüpp bis zur Quelle zu erschließen. |
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Das war mal wieder ein richtiges Abenteuer
(zur Freude der Eltern ohne Eintritt). Nachdem sich das
Expeditionsteam und die Normalgänger wieder vereint hatten,
war der letzte Teil des Rückweges wieder ein schöner Sparziergang.
Zurück in Heilsbronn, wartete schon
die nächste Überraschung auf uns: Die Familie Groß bat an
den Kaffee-Tisch. Besonders gefragt waren hierbei die berühmten
Donauwellen alla Christine, mit Kirschen und Sahne. Als
wir uns um ca. 18.00 Uhr verabschiedeten, waren alle rundum
zufrieden. Wir hatten einen wunderschönen Tag erlebt: Wandern,
gutes Essen und Trinken, Wasserspiele und Schluchtenabenteuer
für die Kinder und angenehme Gespräche mit guten Freunden.
Wie könnte man einen Tag besser nutzen.
Gerd Gesell
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