Home
Aktuelles
Programm
Tourenberichte
Archiv
DAV Ansbach e.V.
Frauentouren

 


Sektion Ansbach

zurück


DAV  Ansbach  -  Familiengruppe

Tourenberichte


Klettern erleben - Natur erleben in Konstein

am 29.05.2011

 

Selbsterfahrung auf dem Märchenturm in Konstein oder……

ein Kraxelausflug mit der Familiengruppe

 

Als nun die Theorie geklärt war, hat uns der Harry die Seile und Routen am Felsen vorbereitet und die Lea durfte den ersten Aufstieg versuchen. Nach und nach hat dann jeder sein Glück versucht, aber die erste Route war für uns ein Böhmisches Dorf. Da fehlt uns einfach das Handling. Der Harry wäre aber nicht unser Harry, wenn er nicht noch eine weitere, weitaus einfachere Einsteigerroute vorbereitet hätte. Die haben dann sowohl die Kleinen als auch der Oberangsthase –nämlich ich- bis nach oben geschafft. Und nach ein paar Auf- und Abseilübungen, konnten wir die erste Route auch beklettern. Und noch einen weiteren Trick hat uns der Harry gezeigt. Wenn der Kletterpartner zu schwer für das Bodenpersonal ist, wird das Bodenpersonal angeflanscht. So kann auch der Ehemann gesichert werden! Bei all dem Spaß mussten wir jedoch auch eine Rettungsaktion miterleben, die uns zu denken geben sollte: Neben uns versuchte eine ehrgeizige Mutter ihren Sohn zum Aufstieg auf den Felsen zu ermutigen, ohne auf die Angst von ihrem Kind zu achten. Rauf gekommen ist der Sohn, aber beim Abseilen hat ihn dann gänzlich der Mut verlassen und er bewegte sich keinen Millimeter mehr vom gesicherten Felsvorsprung. Kurzentschlossen ist der Harald zu dem Jungen hoch und hat ihm fachmännisch und mit viel Geschick von dem Felsen runter begleitet. Der Spruch: „Ein Team ist nur so stark wie das schwächste Glied“ ist für uns eine grundlegende Einstellung und gerade mit Kindern sollte diese Weisheit gelebt werden. Gegen 15:00 Uhr war der Fels abgeklettert, und das nächste Vorhaben wurde angegriffen: Raubtierfütterung im nahe gelegenen Biergarten. Gut gestärkt wollten Lea und Paul auf keinen Fall auf den versprochenen Klettersteig verzichten und so haben wir uns mit Klettersteig-Sets ausgestattet. Da wie immer die Sicherheit vorgeht, haben wir uns vom Ronny und den beiden Kleinen verabschiedet (die Autofahrt nach Hause haben Sie auf Wolke 7 verbracht).

  

 

 

 

Tzia so einfach hat´s uns der Harald nicht gemacht. Mitten in der Nacht (na ja, eigentlich nicht, wir haben ja alle Kinder), also um 8.00 Uhr am Sonntag haben wir uns beim Harald und der Christine eingefunden und erst einmal die Autos mit Anseilgurten, Helmen, Klettersteig-Sets, Seilen und was man halt noch so braucht, beladen. Fröhlich und gespannt fuhren wir sodann los ins Altmühltal. Nach einer knappen Stunde konnten wir unser Ziel erblicken. Die Felsen des Konsteins! Als erstes haben wir die Autos wieder entladen, um nun ein kleines Warm-up über gefühlte 100 Treppen zu begehen. Vorbei am Asterix & Obelix Felsen führte uns der Harald zum Märchenturm! Da standen wir nun und starrten diesen Felsbrocken an. Wie sollen wir da hochkommen? Harald hat uns aber erst einmal gebremst und uns in aller Ruhe eine kurze Materialkunde und Technikeinweisung gegeben. (Aha jetzt weiß mein Mann also, wie er mich festbinden kann, wenn ich ihm im Wald auf die Nerven gehe – danke Harald!). Nein, Spaß beiseite, die Einweisung war wirklich informativ und verständlich gemacht, so dass wir es alle verstanden haben. Den ersten Schreck hat dann gleich die Paula bekommen: „Ich soll einen Brustgurt tragen, ich bin doch kein kleines Kind mehr“. Nach kurzer Überlegung haben der Matze und der Harry ihr den Brustgurt aufgrund der Größe dann erlassen, was die Laune gleich wieder gesteigert hat. Aber auf den Helm wird nicht verzichtet – Sicherheit geht vor! War ein süßes Bild, die zwei kleinsten Mathilda & Luise mit den Erwachsenenhelmen zu sehen!

 

 

 

Für die Kinder und für mich als blutigen Anfänger hat der Harald den Oberlandsteig (?) ausgewählt. Der Klettersteig war trotz ungeduldiger und erwartungsfreudiger Kinder in 5 Gehminuten zu erreichen.

Schon haben wir schwungvoll die Karabiner am Stahlseil eingehängt und stiegen los. Für uns war das „entlang hangeln“ am Felsen und Abtasten der Steighalterungen eine tolle Erfahrung. Nach einer gefühlten Ewigkeit für die einen und viel zu kurzer Zeit für die anderen, waren wir auch schon am Ausstieg angekommen. So ging´s dann bergab wieder vorbei bei Asterix & Obelix zum Auto zurück.

Leider hieß es nun: Tschüß Konstein, schee war´s!!! Achtung: Zur Ausrüstung gehörte natürlich auch die Verpflegung. Unsere Vesperrucksäcke waren am Abend leer. Der Inhalt am Morgen:

-Ciabattabrötchen mit Butter und Wurst
-Schinkenknacker
-Wienerle
-Butterkekse
-Eier
-Waffeleier / Brezeln
-Croissants
-Wurst- und Käsesemmeln
-Prinzenrolle
-Äpfel
-Käse

Und das alles für 8 Personen... Ja aber nicht, dass da jemand glaubt, wir vier Erwachsenen haben uns unsere Bäuche vollgeschlagen.
Diese Menge haben beinahe vollständig die vier Kids vertilgt.

In diesem Sinne

WAR WIEDER SUPER SUPER TOLL!!!!!!!!!!!!!!!

 

Autorin: Melanie Pfabe