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Bild von 2010
Es ist Samstagvormittag, als wir bei herrlichem Wetter, welches uns die ganze Woche begleiten sollte, von der Autobahnausfahrt Holzkirchen kommend durchs Alpenvorland Richtung Achensee anreisen.
Für unsere Kinder ist es der erste Winterurlaub und wir fragen uns, ob überhaupt noch Schnee da ist. Man kann es sich fast nicht vorstellen, wenn man durch die schon beinahe frühlingshaft anmutende Landschaft fährt. Im Laufe des Tages treffen die Familien ein, es wurden die Zimmer eingeteilt und bezogen, alles läuft sehr ruhig und gelassen ab. Die Erfahrung und Routine von Fam. Groß in Sachen Gemeinschaftsunterkunft kommt hier voll zum Tragen. Nachdem noch Speisekammer und Kühlschrank mit den mitgebrachten Vorräten zugeschlichtet sind (O-Ton Chrisi: „Hier schauts ja aus wie im Edeka“), kann bei Kaffee und Kuchen der restliche Tag geplant werden.
Einige gingen noch gleich ins Schiausleihen, Harald und Matthias probierten die Langlaufschi gleich noch aus. Die Kinder suchten nach einem Schlittenberg und wurden im nahen Wald auch fündig. Alles war in bester Ordnung, als plötzlich die Kinder unerwartet schnell zurückkamen: Paula war beim Schlittenfahren gestürzt und hatte starke Schmerzen im Handgelenk. Also ab in die Arztpraxis und der stellte die niederschmetternde Diagnose, dass ihr Handgelenk gebrochen war. Für Paula war das Schneevergnügen vorbei, bevor es begonnen hatte, Familie Croner machte das Beste daraus.
Zum Abendessen gab es Griechischen Bauerntopf mit Knoblauchbrot, was sehr gut schmeckte.
Das System, bei dem jede Familie einen Abend gekocht hat, funktionierte hervorragend. Die wechselnden Gerichte haben super geschmeckt und jeder konnte zeigen, was er so auf der Pfanne hat. Apropos Pfanne: Das auf dem Holzherd in schweren Eisenpfannen zubereitete Essen schmeckte nicht nur gut, es unterstrich noch dieses besondere Hütten-Flair, welches wir in der großen Gemeinschaftsstube genossen haben.
Beim Aufstehen am Sonntag waren wir angenehm überrascht, als wir festgestellt haben, dass schon der Frühstückstisch gedeckt und Kaffee gemacht war. Das blieb übrigens die ganze Woche über so. Der Luxus hatte einen Namen: GOLDBACH! Bei Frühstücksdirektor Luki + Team war das alles in besten Händen. Für das Tagesprogramm teilte sich die Gruppe in Langläufer bzw. Langlauf-Skater (Groß Eltern, Biedermanns), Alpinisten (Goldbach, Croner, Groß Theresa und Anna-Lena, Hummel) sowie zwangsweise wegen Krankheit daheim Gebliebenen, zu denen neben Andrea und Paula auch Rosi gehörte, der es nicht so gut ging. Im nahen Schigebiet Christlum mussten sich die Alpinen erstmal wieder an die Bretter gewöhnen. Als das auf den flacheren Pisten ganz gut gelungen war, wagten wir uns hoch hinauf mit dem „Cabrio-Flitzer“ genannten Sechs-Personen-Sessellift. Hier war eine mittelschwere Abfahrt zu bewältigen, für den jüngeren Nachwuchs eine tränenreiche, zeit- und nervenaufreibende Geschichte. Das gab sich aber bald und wir sind den Hang noch oft hinuntergefahren. Der Schnitzeltopf lies uns am Abend wieder zu Kräften kommen.
Am Montag nach dem Frühstück ging der ganze Haufen zum Langlaufen oder Spazierengehen ins Gerntal. Die Langläufer und Skater bewegten sich auf dem Rundkurs zur 1172m hohen Gernalm, die Spaziergänger liefen zur etwa auf halber Strecke direkt an der Loipe gelegenen Petzachalm, wo sich um die Mittagszeit alle trafen. Nach Rast und Stärkung ging es zurück zum Ausgangspunkt Pertisau. Eine entspannte Heimfahrt entlang am schönen Achensee und Mexikanische Tortillas rundeten diesen Tag angenehm ab.
Der Dienstag lief im Wesentlichen ab wie der Sonntag, d. h. wir teilten uns auf in Alpinfahrer und Nordische. Wie es denen mit den schmalen, langen Brettern ergangen ist, dazu können wir nichts kundtun, in Christlum war es jedenfalls bei herrlichstem Bergwetter eine Fetzen-Gaudi, der ab Mittag ganz schön sulzige Schnee schmälerte das Vergnügen kein bisschen. Biedermanns Fisch mischte den Speiseplan auf. Ach ja, Fasching war auch noch, am Abend verkleideten sich alle und es wurde nach Kräften Kehraus gefeiert.
Aschermittwoch? Fehlanzeige. L-Day! Kerzen, Kuchen und Geschenke für LEA, denn es war ihr Geburtstag. Nach Gratulation und Frühstück ging es wieder, siehe Montag, auf oder neben die Loipe, gleicher Start in Pertisau-Langlaufcentrum, diesmal die Langläufer auf den Rundkurs zur Gramaialm (1263m), die Spaziergänger auf halbem Weg zur Falzthurnalm auf 1085m. Dort trafen wir uns alle zur Mittagspause, dann zurück nach Pertisau und von dort zur Hütte. Die Menüreste der vorherigen Tage verspeisten wir genussvoll. Der Tag verdient die Höchstnote eines Urlaubstages: ENTSPANNT.
Am Donnerstag noch einmal auf die Piste oder Loipe. Jeder so, wie er mag. Wie jeden Tag war das Wetter bestens, genauso wie der Leberkäs aus Tremmels Metzgerei, importiert from Bruckberg-Germany. Freitag. Letzter Tag. Und ewig lockt der Schnee. Nach Belieben auf Piste oder Loipe. Wir (Monika, Wolfgang und Christian Hummel) entschieden uns aber für eine Wanderung am Tegernsee. Eine gute Entscheidung, denn auf der Neureuther Hütte konnten wir schöne Ausblicke auf das Tegernseer Tal genießen. Wir haben sogar schon Bärlauch gefunden, der die abendliche Tafel bereicherte. Unsere Steffi und Michi entschieden sich lieber, der Paula daheim Gesellschaft zu leisten. Am Samstag war die Woche plötzlich vorbei und wir machten uns auf die Heimreise.
Mit Erinnerungen an eine schöne Woche im Gepäck ging es Richtung Heimat: Die gute freundschaftliche Atmosphäre der ganzen Gruppe, das sonnige Superwetter über die ganze Woche und last, but not least eine gut ausgestattete Küche mit SPÜLMASCHINE.
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