Faschingsdienstag
Die Stimmung ist leicht getrübt. Die grippalen Ausfälle und auch der damit verbundene Besuch beim „Bergdoktor“ nehmen zu. Das nächste Mal sollten wir zusehen, einen Arzt in unserer Mitte zu haben. (Christine, diesen Punkt solltest du in die Planung mit aufnehmen.) Bei herrlichstem Wetter können wir uns nachmittags von den Strapazen in den Liegestühlen auf der Terrasse erholen. Die Langläufer waren bei Pertisau auf den Loipen in die Karwendeltäler unterwegs. Natürlich kommt bei der Familiengruppe auch das Essen, Trinken und Feiern nicht zu kurz. Auch beim Wein werden wir zunehmend wählerischer, nur noch beste Qualität – Premium, Exklusiv und Bio ziert das Etikett.
Aschermittwoch
Heute durften die Alpinisten auch auf die schmalen Bretter und mit in die Guffert-Loipe. Für die Langläufer eine wunderbare Erfahrung, für die Skater eine anspruchsvolle Sache. Den Alpinisten wurde der Weg lang und sie schwächelten. So wurde beschlossen, dass am nächsten Tag alle auf die Piste müssen.
Donnerstag
Am Frühstückstisch herrscht eine gewisse Anspannung. Fam. Goldbach und insbesondere Lukas bereiten sich auf das „Rennen“ vor. Nach zwei Tagen Trainingsrückstand und der Erkrankung sieht es nicht so gut aus, aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Bei den Langläufern schaut es ähnlich aus, hier geht es zwar um kein Rennen aber man will / muss ja zum ersten mal Alpin fahren.
Vor der Gaudi steht erst die Arbeit und das heißt hier Skiverleih.
Nach entsprechender Auswahl und der Frage „Braucht man bei Größe 49 überhaupt noch Ski dazu“ geht es auf die Piste. Nach dem ersten Abfahren glaubt man es kaum, das geht ja einfacher als gedacht. Ein Dank den Ingenieuren, die die Carvingski erdachten. Durch diese Erkenntnis kribbelte es einer bekannten Fg-Leiterin dermaßen in den Beinen, dass sie das auch ausprobieren wollte.
Nur der Fg-Leiter kniff und zog mit seinen erstandenen Skating-Ski von dannen und fuhr bis zur Erschöpfung seine Runden. Die Schienbeine tun weh, so die Worte von Christine. Die Profis beruhigten „Das ist ganz normal und zeugt von deinem dynamischen und aggressiven Fahrverhalten“. Na da kann ja auf uns noch was zu kommen. Abends auf der Hütte gab es dann ein Riesen-Hallo. So sehen Sieger aus. Lukas hat den zweiten Platz geschafft. Super Leistung. Das wurde natürlich noch gebührlich gefeiert.
Freitag
Nachdem doch begehrliche Blicke in Richtung von Lukas' Medaille gingen, wurde für alle noch ein Rennen beschlossen. Rosi besorgte im Sportgeschäft die entsprechenden Utensilien. Thomas steckte einen Slalomlauf ab und los ging’s. Das Komitee um Thomas machte es sich mit den Platzierungen nicht leicht. Da gab es die Alterseinstufung, das ging ja noch. Ein gutes Händchen brauchte man aber bei der Medaillenvergabe bei den Geschwistern. So ging auch der letzte Tag und Abend mit gebührender Siegerehrung zur Neige. Trotz der Erkrankungen in unserer Gruppe war es wieder eine tolle Woche. Ich denke, jeder ist zu seinem Wintersportvergnügen gekommen.
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