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DAV  Ansbach  -  Familiengruppe

Tourenberichte


 

„Naturerlebnis Winter – ein Genuss für alle Sinne“

gemeinsam WinterErleben rund um den Achensee in Tirol

12. – 20. Februar 2010

Autor: Thomas Goldbach und Harald Groß

 

Freitag

Das Auto ist bis oben hin voll gepackt. Es ist Freitagnachmittag. „Ich denke wir sollten heute noch fahren, sonst gefrieren uns möglicherweise über Nacht die Getränke im Kofferraum.“ Nachdem wir die Möglichkeit haben, bereits freitags anzureisen, machen wir uns auf den Weg nach Steinberg/Achenkirch. Alle anreisenden Familien haben mit starkem Schneefall und Stau zu kämpfen. Froh, endlich das alte Bauernhaus, unser Basislager für die kommende Woche, erreicht zu haben, knüpfen wir nahtlos an den Schiurlaub 2009 an.

Samstag

Heute dürfen wir noch ausschlafen. Vor der Haustür steht ein Riesensack mit Semmeln für das Frühstück. Nach dem Frühstück fallen wir in Achenkirch bei Sport Bußlehner ein. Die benötigten Ausrüstungsgegenstände für Langlauf und Alpin werden hier ausgeliehen. „Wie schaut's aus mit einem Rabatt, mir sin an Haufen Leit“. „Läst si scho wos mochen“. Bei Sonnenschein wird die Gegend erkundet. Wo ist der Einstieg in die Loipen, wie sehen die Schipisten aus. O-Ton Birgit: “Es war einfach nur schön über den Schnee zu gleiten.“ Auch Harald, Mathias und Sebastian testen noch Material und Kondition in der Steinberg-Loipe. Die Jugend siegt und deklassiert die Generation 40+. „Sebastian flog nur so über die Loipe. Leider haben wir mit Theresa auch den ersten krankheitsbedingten Ausfall zu beklagen.

Sonntag

Der Schikurs beginnt unerbittlich um 10:00 in Christlum. Das heißt beizeiten aufzustehen, Frühstück zu richten und die Kinder anzutreiben. Während die Alpinisten im Haus umeinander wuseln und ihre Ausrüstung zusammenpacken, sitzt die Skater- und Langläuferfraktion noch gemütlich beim Frühstück, um dann in Ruhe aus dem Haus zu kommen. Die Fuchs-Brand Loipe stellt heute ihre Herausforderung dar. Die Gruppe trifft sich wieder am Abend in der Hütte und es wird das Erlebte ausgetauscht. „Die Kinder ham Spass g'habt beim Schikurs und die Pisten waren prima präpariert.“

„Heut hat uns kaaner überholt“ gibt Harald zum Besten. Wir wussten schon lang, unsere Langläufer sind die Besten – olympiareif.

Rosenmontag

Leider geht es Theresa noch nicht besser und ein Besuch beim „Bergdoktor“ ist unabdingbar.

Auch Gunter hat mit einer Erkältung zu kämpfen und Mathias kann fast nicht mehr hatschn aufgrund von Knie- und Fußproblemen. Die größten Probleme bereitet uns der Profiherd, irgendwie egal wie wir es drehen und schalten, nur eine Platte spendet Wärme um Nudeln zu kochen. Wir schaffen es dennoch, aus den Resten ein vorzügliches Mal zu zaubern.

 

Faschingsdienstag

Die Stimmung ist leicht getrübt. Die grippalen Ausfälle und auch der damit verbundene Besuch beim „Bergdoktor“ nehmen zu. Das nächste Mal sollten wir zusehen, einen Arzt in unserer Mitte zu haben. (Christine, diesen Punkt solltest du in die Planung mit aufnehmen.) Bei herrlichstem Wetter können wir uns nachmittags von den Strapazen in den Liegestühlen auf der Terrasse erholen. Die Langläufer waren bei Pertisau auf den Loipen in die Karwendeltäler unterwegs. Natürlich kommt bei der Familiengruppe auch das Essen, Trinken und Feiern nicht zu kurz. Auch beim Wein werden wir zunehmend wählerischer, nur noch beste Qualität – Premium, Exklusiv und Bio ziert das Etikett.

Aschermittwoch

Heute durften die Alpinisten auch auf die schmalen Bretter und mit in die Guffert-Loipe. Für die Langläufer eine wunderbare Erfahrung, für die Skater eine anspruchsvolle Sache. Den Alpinisten wurde der Weg lang und sie schwächelten. So wurde beschlossen, dass am nächsten Tag alle auf die Piste müssen.

Donnerstag

Am Frühstückstisch herrscht eine gewisse Anspannung. Fam. Goldbach und insbesondere Lukas bereiten sich auf das „Rennen“ vor. Nach zwei Tagen Trainingsrückstand und der Erkrankung sieht es nicht so gut aus, aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Bei den Langläufern schaut es ähnlich aus, hier geht es zwar um kein Rennen aber man will / muss ja zum ersten mal Alpin fahren.

Vor der Gaudi steht erst die Arbeit und das heißt hier Skiverleih.

Nach entsprechender Auswahl und der Frage „Braucht man bei Größe 49 überhaupt noch Ski dazu“ geht es auf die Piste. Nach dem ersten Abfahren glaubt man es kaum, das geht ja einfacher als gedacht. Ein Dank den Ingenieuren, die die Carvingski erdachten. Durch diese Erkenntnis kribbelte es einer bekannten Fg-Leiterin dermaßen in den Beinen, dass sie das auch ausprobieren wollte.

Nur der Fg-Leiter kniff und zog mit seinen erstandenen Skating-Ski von dannen und fuhr bis zur Erschöpfung seine Runden. Die Schienbeine tun weh, so die Worte von Christine. Die Profis beruhigten „Das ist ganz normal und zeugt von deinem dynamischen und aggressiven Fahrverhalten“. Na da kann ja auf uns noch was zu kommen. Abends auf der Hütte gab es dann ein Riesen-Hallo. So sehen Sieger aus. Lukas hat den zweiten Platz geschafft. Super Leistung. Das wurde natürlich noch gebührlich gefeiert.

Freitag

Nachdem doch begehrliche Blicke in Richtung von Lukas' Medaille gingen, wurde für alle noch ein Rennen beschlossen. Rosi besorgte im Sportgeschäft die entsprechenden Utensilien. Thomas steckte einen Slalomlauf ab und los ging’s. Das Komitee um Thomas machte es sich mit den Platzierungen nicht leicht. Da gab es die Alterseinstufung, das ging ja noch. Ein gutes Händchen brauchte man aber bei der Medaillenvergabe bei den Geschwistern. So ging auch der letzte Tag und Abend mit gebührender Siegerehrung zur Neige. Trotz der Erkrankungen in unserer Gruppe war es wieder eine tolle Woche. Ich denke, jeder ist zu seinem Wintersportvergnügen gekommen.

 

 

 

@ Christine und Harald: Gerne sind wir nächstes Jahr wieder mit von der Partie.

 

Platzierungen des Rennens:

Altersgruppe 1

Paula 46,70 sec

Mirjam 60.03 sec

Altersgruppe 2

Judith 50,90 sec

Lukas 59,70 sec

Lea 60,05 sec

Altersgruppe 2

Nils 38,90 sec

Theresa 47,00 sec

Anna-Lena 49,20 sec