Am Samstag gings mit guter Laune und zwei
vollbeladenen Bussen los in Richtung Schwarzwald. Nach 3
1/2 Stunden Fahrt erreichen wir, 5 Erwachsene und 8 Kinder,
das DAV-Haus Ramshalde im Hochschwarzwald. Zu unsrer großen
Freude lag bereits soviel Schnee, dass wir die Rodel nicht
umsonst dabei hatten. Nachdem wir unser gesamtes Gepäck
in der sehr ausgekühlten Hütte verstaut hatten, richteten
wir unsere ganze Energie auf das Anschüren des Kachelofens.
Etwa eine Stunde später verspürten wir endlich die erste
Wärme. So konnten wir, zwar noch in Jacken, in der urgemütlichen
Stube unseren Kaffee und Kuchen genießen.
Die Kinder waren dann nicht mehr zu bremsen und raus gings
in den Schnee. Es wurde Schlitten gefahren, Schanzen gebaut,
usw. Mit einem Spaziergang durch den winterlichen Wald,
oder einem kleinen Schläfchen verbrachten wir den Rest des
Tages. Nach einem guten Abendessen machten wir uns es in
der mittlerweile gut durchgeheizten Stube bequem.
Ausgeschlafen und nach langem Frühstück machten wir uns
am Sonntag morgen mit den Schlitten zu einer Schneewanderung
auf den Weg. Leider fanden wir keinen passenden Schlittenberg,
wegen zu vieler Weidezäune, also beschlossen wir nach dem
Mittagessen mit den Bussen in Richtung Hinterzarten zu einem
Skihang zu fahren. Hier ging die Fahrt mit dem Schlitten
doch recht rasant. Allerdings musste man sich vor nicht
gefroren Kuhfladen in Acht nehmen. An diesem Abend entdeckten
die Kinder ihre Leidenschaft zum Monopoly spielen. Die Erwachsenen
ließen den Abend gemütlich bei guter Unterhaltung und einem
Fläschen Rotwein ausklingen.
Bereits in den frühen Morgenstunden des Montags fielen bei
den Kindern die Würfel beim Monopoly spielen wieder, während
der Rest der Mannschaft noch in den Federn lag. Als dann
alle aus den Betten gekrabbelt, das Frühstück gegessen und
die Brotzeit eingepackt war, zog es uns bei strahlendem
Sonnenschein auf den Feldberg. Dort beschlossen wir den
Gipfel zu erstürmen. Nach einer Gipfelrast am Bismarck-Denkmal
gings dann in flotter Fahrt mit den Rodeln zurück ins Tal.
Zu Hause wieder angekommen wurden von der Ingrid und den
Kindern die Laternen für die Nachtwanderung gebastelt. Danach
bereiteten wir gemeinsam ein leckeres Abendessen zu. Den
Abend verbrachten wir mit Spielen.
Dienstag machten wir uns bei bestem Wetter auf in die Ravennaschlucht,
die auch im Spätherbst bei Eis und Schnee sehr reizvoll
ist. Nach der Wanderung durch die Schlucht fanden wir ein
sonniges Plätzchen für unser Picknick. Den Rückweg nahmen
wir über den Pikett-Felsen. So wurde aus der Schluchtbegehung
eine sehr schöne fünfstündige Wanderung, bei der die Kinder
hingerissen der Christine den Erzählungen vom Fritz und
seinem roten Bulldog lauschten. Wieder daheim, wurden die
Laternen fertig gemacht. Als es dann richtig dunkel war
gings raus zur Nachtwanderung, die leider wegen des Windes,
der ständig die Lichter ausblies, bald wieder abgebrochen
werden musste. Nachher wurden Spiele gemacht, sich unterhalten
und viel gelacht.
Nach einer kurzen Nacht mussten wir die Koffer leider wieder
packen und das Haus sauber machen. Mittags gings ab in Richtung
Heimat. Der Abschied von der Hütte wurde uns etwas erleichtert.
Ein Bauer brachte auf der Wiese direkt vor der Ramshalte
Jauche aus. Natürlich waren die Kinder hautnah dabei, so
konnten wir noch zu Hause von der "guten" Schwarzwaldluft
schnuppern.
In Erinnerung bleibt uns ein geselliger, abwechslungsreicher,
ruhiger, erholsamer Herbsturlaub
Familie Treiber